Feste, Märkte und Festival´s

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Der Hund in der Menschenmenge.....
Innerhalb kürzester Zeit war ich jetzt auf zwei größeren Veranstaltungen und hatte Gelegenheit, Hunde mit ihren Besitzern dort zu beobachten....
und es fiel mir sehr schwer, ruhig zu bleiben....
 

Es gibt nur sehr wenige Hunde, die das auch genießen oder zumindest relativ gelassen sind.

Es gibt nur sehr wenige Hundebesitzer, die sich auch als Hundeführer zeigen und den Hund durch die Veranstaltung führen, statt ihn mehr oder weniger hinterherzuschleifen etc. Wenn der Hund großes Pech hat, dann wird er zusätzlich durch einen Stachelwürger gepeinigt. Jedes abrupte Stehenbleiben, Weitergehen etc. bekommt er am Stachler noch mehr zu spüren.
Es gibt leider nur sehr wenige Hunde, die am Geschirr statt am Halsband geführt werden.

Die Hunde zeigen oft deutliche Streßsymptome wie hecheln, Schwanz zwischen die Beine klemmen, hektische Bewegungen, lecken, gähnen, bellen, sich schütteln...

Oft werden deutliche Fluchttendenzen auch vom Besitzer weg gezeigt....
der ganze Hund zeigt nur den Ausdruck "nichts wie weg hier".....

Zum "Dank" bekommt der Hund Leinenruck, wird angeschnauzt etc.. Nur weil er nicht einfach so funktioniert, wie man sich das gerade so vorstellt. Weil er ein Lebenwesen ist mit einer sehr feinen Wahrnehmung. Kaum einer nimmt Rücksicht auf seinen Hund und achtet auf die Signale.

Hier wünsche ich mir dann Führung und Achtsamkeit für den Hund, damit er mit der Situation gut zurechtkommt. Der Hund muß auf die anderen Menschen, auf seinen Besitzer und auch noch auf die anderen Hunde achten. Durch die kurze Leinenführung hat er kaum Möglichkeiten, auszuweichen bzw. die entsprechende Körpersprache einzusetzen, weil er durch die Leine daran gehindert wird. Ganz zu schweigen von dem oft enormen Lärmpegel, dem die Hunde auch nicht durch Ohrstöpsel ausweichen können.

Mal ganz im Ernst: würde sich unser Partner so eine Behandlung gefallen lassen und uns noch jemals ein zweites Mal auf so eine Veranstaltung begleiten, würden wir uns bei ihm einhängen, an ihm rumziehen etc und ihn auch noch anschnauzen? Wohl kaum!

© Christine Schmidt