Der Wandel der Medizin

Drucken

Jahrzehntelang sind unsere Hunde mit Trockenfutter aus dem Discounter, jährlichen Impfungen und vierteljährlicher Entwurmung groß und auch alt geworden. Viele unserer Lieblinge lebten auf Höfen, in Zwingern, waren Tag und Nacht zu jeder Jahreszeit draußen. Sie bekamen unsere Essensreste und waren oft reine Wachhunde, die weder überschwänglich begrüßt wurden, noch 4 Stunden am Tag mit Bällen und Stöckchen bewegt wurden oder gar Erziehung genossen hätten.

Doch unsere heutigen Begleiter sind mehr. Sie sind Freund, Familienmitglied und Spielgefährte. Wir wollen sie artgerecht halten, füttern bestes Fleisch, erziehen sie ohne Gewalt und versuchen sie durch Bewegung und richtige Ernährung gesund zu halten. Fellnasen sollen uns möglichst lange begleiten, ihren Lebensabend am Kamin genießen dürfen, und werden nach ihrem Tod auf einem Tierfriedhof bestattet.

Es hat ein Umdenken stattgefunden. Immer öfter werden Fragen gestellt, wie zum Beispiel "Warum bekommen eigentlich so viele Hunde Krebs?"

"Wodurch entstehen denn all diese Allergien?"

"Warum lahmt mein Hund immer wieder?"

Man informiert sich im heutigen Zeitalter des Internets und liest, dass Entwurmungen eine sehr große Belastung für den Darm sind, dass Spot-On-Präparate gegen Zecken und Flöhe Nervengifte enthalten, dass Nebenprodukte wie Hufe, Klauen, Augen, Darminhalte in Trockenfutter enthalten sein dürfen. Sind das die Auslöser für ernste Krankheiten?

Mit unseren Kindern besuchen wir einen Heilpraktiker, bevor sie zum Hausarzt gehen, der oft ein Antibiotikum verschreibt. Man weiß, dass man nicht bei jedem kleinen Wehwehchen Antibiotika nehmen sollte, weil es „den Körper belastet“.

Genau das übertragen wir mittlerweile auf unsere Hunde. Immer mehr Menschen besuchen den Tierheilpraktiker, um vorerst mildere Mittel zu finden. Aber auch wenn die Schulmedizin versagt und einfach nichts mehr helfen will, werden seine Leistungen in Anspruch genommen. Man sucht nach Möglichkeiten, wie das Tier auch ohne Schmerzmittel, sein Leben trotz einer Krankheit genießen kann.

Die Magnetfeldtherapie ist beispielsweise eine Möglichkeit, die Patienten mit Gelenksproblemen, Muskelschwund und Lahmheiten sehr gut helfen kann. Gerade ältere große Hunde leiden oft unter Hüftdyplasien und Arthrosen.

Der Vorteil ist, dass durch Magnetfelder alle Zellen im Körper erreicht werden können, auch wenn sie noch so tief im Körper sind und die Einfachheit in der Anwendung, die von Tieren generell gut akzeptiert wird.

Die beweglichen Ionen in den Zellen werden aktiviert und ordnen sich entsprechend des Magnetfeldes neu. Somit wird der Stoffwechsel der einzelnen Zellen und somit des gesamten Gewebes in dem Bereich beeinflusst. Blut kann wieder besser fließen, Nährstoffe erreichen die Zellen, Schlackenstoffe werden wieder abtransportiert. Dieser Kick veranlasst erkrankte Zellen nun zur Gesundung und somit zur Ausheilung des krankhaften Prozesses.

Bei Arthrose kann der Knorpelabbau verlangsamt werden und dadurch die Dosierung von Cortison oder Schmerzmitteln heruntergesetzt werden. Auch bei Sehnenscheideentzündungen, die immer wiederkehren, wäre eine solche Behandlung vielleicht eine Lösung.

Eine weitere Therapiemöglichkeit ist der Einsatz von Enzymen. Hier sind gute Ergebnisse in der Krebstherapie zu verzeichnen.

Fehlen dem Körper einzelne Enzyme durch Defekte oder mangelnde Ernährung ist der Stoffwechsel gestört, es tritt ein, meist unbemerkter, Fehler auf. Es stellen sich Mutationen von Genen ein, die die Zelle in ihrer Funktionen beeinträchtigen. So häufen sich Zellgifte und Endprodukte an, die nicht mehr abtransportiert werden können.

Durch den Einsatz diverser Enzyme kann jedoch das Wachstum eines Tumors gestoppt werden. In manchen Fällen ist sogar ein Rückgang des Tumors zu erkennen.

Auch wenn der Tumor operativ entfernt ist, muss man der erneuten Entstehung entgegen wirken.

Aufgrund dessen ist es oft ein Vorteil, wenn der Tierarzt mit einem Tierheilpraktiker zusammenarbeitet. Oft hat der Tierarzt keine Zeit, das Tier bei jeder Behandlung komplett durchzuschauen oder langwierige Therapiemethoden wie die oben genannte Magnetfeldtherapie anzuwenden.

Bei einer Zusammenarbeit kann gegenseitig überwiesen werden, wenn der Tierheilpraktiker mit den natürlichen Mitteln keine Erfolge erzielen kann oder akute Krankheiten auftreten, die in Tierarzthände gehören. Andersrum kann die OP-Nachsorge vom Tierheilpraktiker übernommen werden, der die Wundheilung unterstützt und den ohnehin geschwächten Körper stärkt, dass Liebling schnellstmöglich wieder auf den Beinen steht.

Für die Zukunft bleibt zu hoffen, dass Tierärzte merken, dass der Tierheilpraktiker keine Konkurrenz schaffen möchte, im Gegenteil eher zum Wohle des Tieres unterstützend und begleitend zur Schulmedizin tätig sein möchte.

 

@Denise Rode , Tierheilpraktikerin