Sabine Wöhner

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Hundetrainerin

Sabine WöhnerIch bin 1968 in Kronach geboren und seit meiner Kindheit begleiteten mich in meiner großen Familie  ständig irgendwelche Waldis, Poldis, Wastls und Fifis.  Allesamt Familienmitglieder und rückblickend fast allesamt recht unerzogene ... ;-)

Unsere Hunde haben mich im Nachhinein dahingehend geprägt, wie ich heute Hunde sehe und mit ihnen umgehen möchte.

So lege ich großen Wert auf einen fairen Umgang miteinander, auf Ausbildung mittels angewandter Lerntheorie und über positive Verstärkung.
Aversive Methoden und Hilfsmittel (Halti, Stachel-,Ketten-, Würgehalsbänder, Sprüh- und Stromhalsbänder, Leinenführigkeitslerngeschirre und "Schlegelschlinge") lehne ich ab.

 

Meine Freundin Silke ermöglichte mir durch viel und intensiven Kontakt zu ihrem Hunderudel - ein natürlich gewachsener Familienverband mit Mutter, Vater, Onkel, Tanten, Cousinen, Halbgeschwistern, Alten, Jungen, Teenagern, eine vollkommene andere Sichtweise über Hunde zu erlangen, als die, die ich bislang hatte: Jaskos FamilieDer Hund als Rudeltier- eingebunden in ein empfindliches Gefüge - mit all seinen Aufgaben und Problematiken. Losgelöst vom "Hundeplatzhund", der einfach nur seinen "Job" erledigt, für den er entweder Leckerli oder harsche Worte (und Schlimmeres) erhält.
Durch Beobachten dieser wunderbaren Tiere, die Art und Weise, wie sie miteinander umgehen, agieren und reagieren, erschloss sich mir eine gänzlich andere Welt und ich begann das Gesehene mit anderweitig Gelerntem zu vergleichen und Rückschlüsse zu ziehen. Das Studium etlicher Publikationen über hündisches und wölfisches Verhalten, der Besuch von weiterführenden Vorträgen und Seminaren und der persönliche Austausch (hier möchte ich dankenswert unter anderem Dr. Udo Gansloßer erwähnen) half mir zum einen, tiefere und wissenschaftlichere Einblicke zu erhalten, zum anderen fand ich mich in vielen Dingen, Ansichten und Meinungen einfach bestätigt. Bei "altehrbaren" Hundeplatzleuten galt und gelte ich noch  als exotisch und abgehoben. Zum Glück betreten mittlererweile  immer mehr Trainer und Hundeschulen diesen Weg des gegenseitigen Respekts, der Achtung und der Liebe zu diesen wunderbaren Geschöpfen.
2007 beschloss ich, mein Hobby zum (Neben-)Beruf zu machen und gründete "Just For Dogs" .

Wir Menschen könnten so viel lernen, wenn wir nur hinschauen würden ... wenn wir uns nur auf das Individuum "Hund" einlassen würden!
Ich glaube nicht an DIE - am besten noch patentierte, teuer vermarktete und gefranchiste Methode, mit der man jeden Hund binnen kurzer Zeit zum gewünschten Ziel bringen kann. Ich glaube an den Hund als Individuum, als Freund und Sozialpartner, Ich glaube an den Hund als hochsoziales Wesen, welches sich uns gerne anschließt und uns gerne überlässt, die Richtung vorzugeben. Ich glaube an den Hund als Spiegel seines Menschen und ich glaube an den Hund, der es einfach verdient hat, dass man sich die Mühe macht, einen Schritt in seine Welt zu gehen, um sie ein stückweit verstehen zu lernen.

Eine schöne Zeit mit Ihren Vierbeinern wünscht
Ihre Sabine Wöhner

 

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